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Heute möchten wir zur Abwechslung einmal einen Witz mit dir teilen, passend zur sommerlichen Lebensfreude des Monats Juli mit seiner Ferienzeit und Wochen, die gefühlt immer ein bisschen entschleunigter und leichtfüssiger vorbeitanzen.
Ein Mann arbeitete auf einer Baustelle. Jeden Morgen packte er zuhause seine Tasche, nahm seine Lunchbox mit und freute sich bereits während der Arbeit hungrig auf die lang ersehnte Mittagspause.
Als es endlich so weit war, setzte er sich hin, öffnete die Box, schaute hinein und verzog sein Gesicht.
«Ach nein» sagte er, «Tomaten-Käse-Sandwich – das mag ich doch gar nicht.»
Am nächsten Tag ging die Arbeit wieder weiter. Die Sonne brannte, die Arbeit war sehr anstrengend, der Hunger gross und irgendwann war zum Glück endlich Mittagspause.
Er öffnete seine Lunchbox. Wieder ein Tomaten-Käse-Sandwich.
«Nicht schon wieder» murmelte er enttäuscht, «ich hasse dieses Sandwich».
Am dritten Tag kam erneut die Zeit für die Mittagspause und er freute sich auf das hart verdiente Mittagessen. Wieder öffnete er seine Box – und wieder lag vor ihm ein Tomaten-Käse-Sandwich.
Die Entsetzung stand ihm ins Gesicht geschrieben und sein Kollege konnte nicht mehr anders.
«Sag mal» fragte er, «wenn du dieses Sandwich so gar nicht magst, warum sagst du denn deiner Frau nicht einfach, dass sie dir etwas anderes einpacken soll?»
Der Mann schaute ihn verdutzt an.
«Meiner Frau? Ich bin doch gar nicht verheiratet.»
«Ja, aber wer macht dir denn dann jeden Tag diese Sandwiches?»
Der Mann schaute ihn ratlos an und sagte:
«Das mache ich selber.»
...
Ohje!😄 So lustig und doch leider gar nicht so abwegig. Bestimmt passiert es dir auch gelegentlich, dass du immer wieder vor denselben inneren oder äusseren «Sandwiches» sitzt und dich wunderst, warum sie schon wieder vor dir liegen.
Schon wieder zu viel im Kalender; schon wieder sich zu etwas überreden lassen, wo innerlich längst ein Nein war; schon wieder eine lästige Situation vor den Füssen, bei der man dachte, man wäre eigentlich schon mit ihr fertig gewesen, usw.
Natürlich ist nicht alles selbstgemacht, denn das Leben ist leider kein Wunschkonzert und viele Umstände lassen sich nicht einfach wegoptimieren – aber ein paar zum Glück doch.
Den wichtigen Unterschied macht die ehrliche Frage: Wer macht mir dieses Sandwich eigentlich?
Die Stoiker haben dies in eine simple, wertvolle Unterscheidung gepackt: Was liegt in meiner Hand – und was nicht? Diese Frage soll weder beschönigen noch beschuldigen, nur ein wenig aufräumen und es uns damit leichter machen.
Manchmal merken wir nämlich: Ah, dieses Sandwich habe ich mir tatsächlich selbst gemacht. Das geschah bis heute vielleicht nicht bewusst, eher aus Gewohnheit, Bequemlichkeit, Angst vor Veränderung oder weil man es einfach nie hinterfragt hat.
Und manchmal merken wir auch: Nein, dieses Sandwich liegt heute wirklich einfach da. Das Leben birgt allerlei Herausforderungen, die wir nicht in der Hand haben und dann hilft es wenig, sich innerlich noch dreimal darüber zu ärgern. Vielleicht kann man es dann mit etwas mehr Gelassenheit essen oder wenigstens ein feines Basilikum-Blättchen dazugeben. 😊
So oder so entsteht mit dieser Bewusstmachung ein kleiner Moment Freiheit. Entweder, weil wir etwas ändern können oder, weil wir aufhören, gegen etwas anzukämpfen, das gerade nicht zu ändern ist.
So wünschen wir dir diesen Sommer freundlichen Abstand zum eigenen Autopiloten. Und den Humor, dort zu schmunzeln, wo man sich selbst mal wieder beim Tomaten-Käse-Brot Belegen ertappt.
Alles Liebe und eine schöne Sommerzeit Julia und Valentin von gesund.ch
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